Wer dich nervt, ist dein Lehrer



Warum lösen eigentliche bestimmte Verhaltensweisen unserer Liebsten Wut, Trauer oder Ohnmachtsgefühle in uns aus? Diese emotionalen Zustände trennen uns von unserer Liebe, Freude und Kraft und meistens machen wir den anderen dafür verantwortlich, dass wir uns schlecht fühlen. 

Wichtig zu Beginn: DU ALLEIN bist die Besitzerin und Chefin all deiner Gefühle. Niemand anderes!

Wir können meistens nicht die Verantwortung dafür übernehmen, dass dieses unangenehme Gefühl in uns ist und von daher etwas mit uns zu tun haben muss, deshalb schiebt man es am liebsten ab. Wir möchten es weghaben, verdrängen, lenken uns ab oder lassen es womöglich auch an den anderen aus. Nur sind diese Gefühle schon so lange in uns drin, bevor wir diese Person, die uns verletzt hat, kennengelernt haben.  

Die negativen Gefühle, welche zB in. einer Beziehung, im Job oder in Freundschaften nach oben gespült werden, sind fast alle in der Kindheit entstanden, bzw. unbewusst von den Eltern oder Grosseltern übernommen worden. Alte Verletzungen und Erfahrungen von fehlender emotionaler Bindung haben etwas mit uns gemacht. Diese alten Gefühle sind immer noch in uns drin, auch wenn wir jetzt vielleicht schon 30 oder 50 Jahre alt sind. Der Gegenüber zeigt uns Anteile, welche wir an uns ablehnen.

Erkenne deine Überzeugungen

Beispiel: Eine Frau beklagt sich über das egoistische Verhalten ihres Mannes. Dieses Verhalten löst bei ihr das Gefühl von Ohnmacht, Kleinheit und Wut aus. Diese Gefühle kannte sie jedoch schon, bevor sie ihren Mann kannte. Es ist also etwas Altes. 

Welchen Aspekt verachtet sie also an sich?

Schauen wir uns mal das Wort "Egoismus" an und vergleichen es mit dem Gegenteil "Selbstbestimmtheit". Wir entdecken einen Menschen, welcher „selbstbestimmt“ ist, seine Bedürfnisse im Auge hat und schaut, was ihm gut tut und er gerne macht.

Auf die Frage, ob sie sich im Leben mehr als „selbstbestimmte“ oder mehr als eine „angepasste“ Person wahrnimmt, stellt sie fest, dass sie immer das Wohl der anderen im Auge hat und dass sie immer Schuldgefühle hat, wenn sie mal an sich denkt. 

In ihrem Bewusstsein hat sich sich also die Überzeugung angeeignet, dass man immer an die anderen denken muss, um Zuneigung zu bekommen. Also hat sie daraus für sich gelernt, dass sie nicht in Ordnung ist, wenn sie ihre Interessen vertreten oder ausleben möchte. Demzufolge verachtet sie die Eigenschaft selbstbestimmt zu leben und das hat sie nun auf ihren Mann projiziert und nimmt das als Egoismus wahr.

Viele Frauen haben dieses Glaubensprogramm in sich, wenn sie für sich etwas Gutes tun möchten, dass sie Schuldgefühle haben und sich vernachlässigen. Doch das sollte nicht sein! Das ist alt und hat überhaupt nichts mit uns zu tun! Jeder Mensch hat das Beste verdient, ob Mann oder Frau. Früher war die Frau immer für alle da und hat sich nur für die Familie geopfert und sich selber aufgegeben. Die Zeiten sind vorbei, wo sie vernachlässigt werden muss. Das sind alles alte Überzeugungen, die endlich losgelassen werden möchten, damit wir immer glücklicher leben können. Es heisst nicht, dass wir von nun an nur noch das machen, was wir wollen und uns egal sein soll, was unsere Liebsten denken. Ich meine damit, dass man sich auch mal an erster Stelle setzen darf und für sich gut zu sorgen, sich Gutes tun darf und sich belohnen darf.

Was kannst du jetzt und heute für dich tun, was dich glücklicher macht?

Sei es ein Spaziergang, ein gutes Buch lesen, ein Bild malen, mit einer Freundin treffen, Eis essen, deiner Leidenschaft nachgehen, zur Massage gehen, meditieren oder was auch immer. Such dir heute etwas aus, das dich glücklicher macht und dir Freude bereitet.

Für die Zukunft rate ich dir, auch wenn dein Wochenplan voll ist, dass du dir mindestens 1x in der Woche Zeit nimmst einen Abend für dich zu machen, wo du alleine entscheidest, worauf DU Lust hast. Du entscheidest, was du gerne machen möchtest. Das macht dich auf dauer glücklicher und gelassener.

Bewusstwerdung der getriggerten Gefühle

Wenn dir nun ein bestimmtes Thema bewusst geworden ist und du dir und auch derjenigen Person, die diese Gefühle ausgelöst hat, von Herzen vergibst, wird sich die Projektion im Aussen (Egoismus) in deiner Wahrnehmung verändern. Der Mann zeigt evtl. immer noch das gleiche Verhalten, aber die “ausgesöhnte Person“ reagiert nicht mehr mit Wut oder Ohnmachtsgefühlen.

Ehrlich gesagt habe ich die Erfahrung gemacht, dass wenn mir eine bestimmte Situation wiedermal bewusst geworden ist, woher die gekommen ist und ich diese auch losgelassen habe: Dann hat sich die Situation im Aussen sofort geändert und ist nicht wieder aufgetaucht.. Vielleicht ist sie noch da, nur realisiere ich es nicht mehr, weil ich automatisch meine Einstellung dazu geändert habe und das als positiv gesehen habe. So hat sich auch mein Verhalten und meine Reaktion dazu verändert.

Ganz alleine deine innere Wahrnehmung (dein Bewusstsein) kann Situationen verändern! 

Mein Rat an dich: Nimm es dir zu Herzen und werde aufmerksam. Beobachte ab jetzt deine Reaktionen auf bestimmte Verhalten. Reagierst du mit Wut, Ohnmacht oder Trauer auf bestimmte Verhaltensweisen oder Sprüche deiner Mitmenschen? Dann sei dir bewusst, dass es als erstes nichts mit der Person zu tun hat, sondern mit deiner Wahrnehmung. Gehe in dich, bevor du es im Aussen klären möchtest. Sehe hin woher es kommen mag. Schau es an, es kann dir nichts passieren, ausser eine positive Veränderung der Situation :)

Wenn bestimmte Gefühle immer wieder hochkommen und du einfach nicht weisst, woher das kommen kann oder du nicht genau weisst, wie du diese Gefühle loslassen kannst, dann lade dir mein eBook herunter und erhalte eine Schritt für Schritt Anleitung dazu:

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Und nun wünsche ich dir alles Liebe und viel Erfolg bei deiner Bewusstseinsarbeit <3

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